Tallinn: Sehenswürdigkeiten, Infos & Flüge

Tallinn ist die Hauptstadt Estlands, eine Stadt mit etwa 450.000 Einwohnern, die es verstanden hat, ihre hanseatische Vergangenheit mit einer fortschrittlichen digitalen Moderne zu verbinden. Man reist hauptsächlich wegen ihrer mittelalterlichen Altstadt an, einer der am besten erhaltenen im Norden Europas, und wegen ihres nordischen Ambientes, das zwischen Skandinavien und dem Baltikum liegt.
Was man sehen sollte: Die Altstadt und der Domberg (Toompea)
Das historische Zentrum, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, lässt sich in ein paar Stunden zu Fuß erkunden. Der Rathausplatz ist das mittelalterliche Herzstück, mit seiner seit dem 15. Jahrhundert betriebenen Apotheke. Von dort führen gepflasterte Straßen hinauf zum Domberg (Toompea), wo sich das Schloss befindet, das heute das estnische Parlament beherbergt, sowie die Alexander-Newski-Kathedrale mit ihren orthodoxen Kuppeln.
Die Stadtmauer und ihre Verteidigungstürme, wie der Kiek-in-de-Kök-Turm, sind weitere Highlights. Verpassen Sie nicht den Aussichtspunkt Kohtuotsa, von dem aus man die gesamte Stadt und an klaren Tagen die Ostsee sieht.
Stadtviertel und Fortbewegung
Die Stadt gliedert sich in zwei klare Zonen: die ummauerte und fußgängerfreundliche Altstadt und die moderne Stadt jenseits der Mauern. Das Viertel Kalamaja im Nordwesten ist das alternativste, mit Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert und einer jungen Kulturszene. Am besten bewegt man sich zu Fuß fort: Das Zentrum ist kompakt. Wenn Sie weiter weg müssen, verbinden die Straßenbahn und die Busse gut mit dem Kadriorg-Palast, der etwa drei Kilometer vom Zentrum entfernt liegt.
Museen und Theater: Von zaristischer Kunst zur modernen Geschichte
Der von Peter dem Großen erbaute Kadriorg-Palast beherbergt die Sammlung ausländischer Kunst des Kunstmuseums Estlands. In den Gärten konzentriert sich das Museum Kumu, ein Bauwerk moderner Architektur, auf estnische Kunst vom 18. Jahrhundert bis heute. Um die sowjetische Besatzung zu verstehen, ist das Okkupationsmuseum unverzichtbar, mit direkten Zeugnissen. Was die Theater betrifft, so bietet das Estnische Nationaltheater im Zentrum Oper und Ballett mit einem seriösen Programm und angemessenen Preisen.
Essen und Nachtleben
Die lokale Küche ist deftig: Hering, Schweinefleisch, Kartoffeln und Schwarzbrot. Um sie ohne großen Aufwand zu probieren, suchen Sie nach Bars in der Altstadt, die traditionelle Gerichte servieren. In Kalamaja gibt es mehrere Craft-Bier-Brauereien und Restaurants mit nordischer Marktküche. Das Nachtleben ist nicht hektisch, aber es gibt Pubs mit lokalem Flair und einige Clubs im Hafenbereich. Die Preise sind höher als in Südeuropa, aber niedriger als in Helsinki, das zwei Stunden per Fähre entfernt ist.
- Rathausplatz: Mittelalterliches Zentrum, mit der ältesten noch betriebenen Apotheke Europas.
- Domberg (Toompea): Oberstadt mit dem Parlamentsgebäude und Panoramablick über die Stadt.
- Kadriorg-Palast: Barockresidenz von Peter dem Großen, umgeben von Gärten und mit Kunstmuseum.
- Stadtmauer und Türme: Erhaltenes Stück der ursprünglichen Befestigungsanlage, mit besuchbaren Türmen wie dem Kiek-in-de-Kök.
- Kalamaja: Viertel mit Holzhäusern, Galerien und Cafés, ideal, um die weniger touristische Seite zu sehen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage braucht man, um Tallinn zu sehen?
Mit zwei vollen Tagen reicht es für die Altstadt, Toompea und Kadriorg. Wenn Sie Kalamaja oder einen Ausflug ans Meer hinzufügen möchten, gibt Ihnen ein dritter Tag mehr Spielraum ohne Stress.
Wann ist die beste Reisezeit?
Von Mai bis September ist es am angenehmsten, mit milden Temperaturen und langen Tagen. Im Winter ist es kalt und wird früh dunkel, aber die Weihnachtsmärkte in der Altstadt haben einen besonderen Charme. Meiden Sie Juli, wenn Sie die Massen von Kreuzfahrtpassagieren nicht mögen.