Bukarest: Sehenswürdigkeiten, Infos & Flüge

Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens und ihr größtes städtisches Zentrum mit einer Bevölkerung von etwa 1,7 Millionen Einwohnern. Man reist dorthin wegen der Mischung aus eklektischer Architektur, des lebhaften Nachtlebens und der Altstadt, die einen Großteil der touristischen Aktivitäten auf wenigen Straßen konzentriert.
Sehenswürdigkeiten
Der unvermeidliche Ausgangspunkt ist der Palast des Parlaments, das größte Verwaltungsgebäude Europas und das zweitgrößte der Welt nach dem Pentagon. Er wird bei geführten Touren besichtigt, die Marmorsäle, Kristallleuchter und eine überwältigende Dimension zeigen. Nur wenige Minuten entfernt besticht das Rumänische Atheneum, Sitz der Philharmonie, durch seine Kuppel und seine neoklassizistische Fassade; es ist der beste Ort für ein Konzert, wenn man den Innenraum ohne Gedränge sehen möchte.
Die Altstadt, bekannt als Lipscani, ist ein Netz aus Fußgängerzonen mit restaurierten Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, Geschäften und Terrassen. Hier konzentriert sich das größte Angebot an Bars und Restaurants, und hier finden sich auch einige alte orthodoxe Kirchen wie die Stavropoleos-Kirche, klein, aber mit einem sehr reich verzierten Innenraum.
Viertel und Fortbewegung
Die Stadt gliedert sich in sehr unterschiedliche Zonen. Das historische Zentrum ist kompakt und lässt sich problemlos an einem Nachmittag zu Fuß erkunden. Im Norden bieten die Victoriei-Zone und der Revolutionsplatz breite Alleen mit Regierungsgebäuden und Luxushotels. Das weiter nördlich gelegene Viertel Dorobanți ist ein Wohngebiet mit gehobenen Restaurants, bringt aber wenig Mehrwert für Reisende mit knappem Zeitplan.
Für die Fahrt zwischen dem Zentrum und dem Palast des Parlaments ist die U-Bahn am praktischsten; sie ist günstig und deckt die Hauptlinien ab. Offizielle Taxis arbeiten mit Kilometerpreisen, doch empfiehlt es sich, sie über eine App zu bestellen, um Überraschungen zu vermeiden. Der Flughafen OTP ist durch einen Expressbus und per Zug mit der Stadt verbunden, wobei der Bus häufiger verkehrt.
Museen und Theater
Das Freilichtmuseum des Dorfes ist einer der empfehlenswertesten Besuche: Es versammelt Bauernhäuser, Holzkirchen und Windmühlen aus verschiedenen Regionen Rumäniens, die in einem Park am Herăstrău-See umgesetzt und rekonstruiert wurden. Für einen ruhigen Rundgang braucht man mindestens zwei Stunden. Für moderne und zeitgenössische Kunst bietet das Nationalmuseum für Kunst Rumäniens in der ehemaligen königlichen Residenz eine solide Sammlung, obwohl der Abschnitt mittelalterlicher Kunst der interessanteste ist.
Das Rumänische Atheneum ist nicht nur ein schönes Gebäude; sein Konzertprogramm ist seriös und die Preise sind im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten erschwinglich. Auch das Nationaltheater lohnt einen Besuch, da es Aufführungen in rumänischer Sprache bietet, aber seine moderne Fassade und die Lage neben dem Revolutionsplatz machen es zu einem Orientierungspunkt.
Essen und Nachtleben
Die lokale Gastronomie basiert auf gegrilltem Fleisch, Sarmale (gefüllte Kohlrouladen) und Mămăligă, einer Polenta, die fast alles begleitet. In der Altstadt gibt es Dutzende von Restaurants, die unaufdringliche rumänische Gerichte servieren, sowie internationale Optionen. Für einen schnellen Snack sind die Terrassen von Lipscani der natürliche Ort, auch wenn die Preise etwas höher liegen als in den Wohnvierteln.
Das Nachtleben ist intensiv und vielfältig. Es gibt Bars mit Livemusik, Techno-Clubs und Lokale, die bis spät geöffnet haben. Die Zone von Lipscani ist das Epizentrum, aber es gibt auch Optionen in der Victoriei-Straße und im Viertel Dorobanți. Wer etwas Ruhigeres sucht, findet in den letzten Jahren proliferierende Craft-Bier-Bars, die eine Alternative ohne Gedränge bieten.
- Palast des Parlaments – Pflichtbesichtigung bei einer Führung, um das Innere eines monumentalen Gebäudes aus der Ceaușescu-Ära zu sehen.
- Rumänisches Atheneum – Konzertsaal mit hervorragender Akustik und einer Außenfassade, die das Symbol der Stadt ist.
- Altstadt (Lipscani) – Fußgängerzonen mit Bars, Restaurants und Architektur aus dem 19. Jahrhundert.
- Museum des Dorfes – Ethnographischer Park mit traditionellen Häusern aus ganz Rumänien.
- Stavropoleos-Kirche – Kleine orthodoxe Kirche mit Fresken und einem ruhigen Innenhof.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage braucht man, um Bukarest zu sehen?
Mit zwei vollen Tagen reicht es, das Wesentliche zu sehen: den Palast des Parlaments, die Altstadt, das Atheneum und das Museum des Dorfes. Wenn man einen Ausflug hinzufügen oder Museen in Ruhe besuchen möchte, sind drei Tage komfortabler.
Ist es sicher, nachts durch Bukarest zu gehen?
Das Zentrum, insbesondere Lipscani und die Touristenzonen, ist sicher und bis spät belebt. Wie in jeder großen Stadt sollte man leere und schlecht beleuchtete Straßen außerhalb des Zentrums meiden. Der öffentliche Nahverkehr nachts ist eingeschränkt, daher plant man die Rückkehr zur Unterkunft.