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Tiflis: Sehenswürdigkeiten, Infos & Flüge

Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, ist eine Stadt der Kontraste, in der orthodoxe Kirchen neben Architektur aus der Sowjetzeit und modernen Glasgebäuden bestehen. Man reist dorthin wegen seiner Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, ihrer berühmten Gastfreundschaft und einer gastronomischen Szene, die kaukasische Tradition mit zeitgenössischen Angeboten verbindet.

Was zu sehen ist: Das historische Zentrum und seine Ikonen

Die klassische Route beginnt in der Altstadt, einem Labyrinth aus Häusern mit geschnitzten Holzbalkonen und Innenhöfen. Von dort steigt man zur Festung Narikala auf, die die Stadt von einem Hügel aus überragt; die Aussicht auf den Fluss Kura und die Dächer ist der beste Orientierungspunkt. Direkt darunter, im Viertel Abanotubani, befinden sich die Schwefelbäder, Gebäude mit Ziegelkuppeln, die seit dem 17. Jahrhundert in Betrieb sind.

Die Brücke des Friedens, eine Fußgängerbrücke mit Glasdach und Metallstruktur, verbindet die Altstadt mit dem Bezirk Rike. Sie kann jederzeit überquert werden, aber bei Einbruch der Dunkelheit wird sie in wechselnden Farben beleuchtet und ist der perfekte Ort, um die Stadt vom Fluss aus zu sehen, ohne das Zentrum zu verlassen.

Viertel und wie man sie erkundet

Tiflis lässt sich am besten zu Fuß erkunden, obwohl man auf Steigungen vorbereitet sein muss. Das Zentrum konzentriert fast alles Interessante innerhalb eines Radius von wenigen Kilometern. Auf der anderen Seite des Flusses bietet das Viertel Sololaki ruhige Straßen mit verfallenen Herrenhäusern und kleinen Cafés; es ist ideal, um sich ziellos zu verlieren. Der weiter westlich gelegene Bezirk Vera hat breite Alleen und moderne Restaurants und zeigt, wie die Stadt außerhalb der Touristenpfade lebt.

Die Standseilbahn zum Berg Mtatsminda ist praktisch, um einen Panoramablick ohne Anstrengung zu genießen, aber man kann auch von Narikala über einen markierten Weg zu Fuß hinaufgehen. Die U-Bahn hat zwei Linien und ist günstig, obwohl Besucher, die im Zentrum bleiben, sie kaum nutzen müssen.

Essen und Nachtleben

Die georgische Küche ist die große Attraktion: Khachapuri (Käsebrot), Khinkali (Fleischknödel) und Nuss-Salate sind unverzichtbar. In der Altstadt und an der Rustaveli-Allee gibt es Dutzende von Restaurants, die von traditionellen Lokalen bis hin zu Fusionsangeboten reichen. Zum Tapas-Essen haben sich die Bars für Naturwein vervielfacht; Georgien ist eines der ältesten Weinbauländer der Welt und seine Methode der Fermentation in Qvevri (Tonamphoren) ist von der UNESCO anerkannt.

Das Nachtleben konzentriert sich im Fabrika-Viertel, einer ehemaligen Textilfabrik, die in einen Raum mit Bars, Geschäften und einem stets belebten Innenhof umgewandelt wurde. Es gibt auch Live-Musik-Lokale in der Nähe des Freiheitsplatzes mit Jazz und lokalem Rock. Die Zeiten sind spät: Das Abendessen beginnt gegen acht oder neun Uhr und die Nacht zieht sich bis in die frühen Morgenstunden.

Wann man reisen sollte

Die beste Zeit ist von Mai bis Juni und von September bis Oktober, mit milden Temperaturen und weniger Regen. Der Sommer ist heiß und trocken, mit Spitzenwerten über 35 Grad, aber die Stadt bleibt aktiv. Der Winter ist kalt und feucht, mit gelegentlichem Schnee, hat aber den Charme gemütlicher Cafés und weniger Touristen. Wer im Januar reist, findet den Tag der orthodoxen Weihnachten (der 7. Januar) als Feiertag mit besonderer Atmosphäre vor.

  • Festung Narikala: Ruinen einer Befestigungsanlage aus dem 4. Jahrhundert auf einem Hügel, mit der besten Aussicht auf die Stadt.
  • Schwefelbäder von Abanotubani: Historischer Komplex von Thermalbädern mit Ziegelkuppeln, noch immer in Betrieb.
  • Brücke des Friedens: Moderne Fußgängerbrücke über dem Fluss Kura, berühmt für ihre nächtliche Beleuchtung.
  • Kathedrale Sameba: Die größte orthodoxe Kirche des Landes, erbaut zwischen 1995 und 2004, mit einem goldenen Innenraum.
  • Rustaveli-Allee: Die Hauptader, mit Regierungsgebäuden, Theatern und Geschäften, perfekt zum Spazieren.

Häufig gestellte Fragen

Braucht man ein Visum für eine Reise nach Tiflis?

Nicht für die meisten europäischen Bürger und Länder wie die USA oder Kanada, die mit gültigem Reisepass und einem Aufenthalt von bis zu 365 Tagen einreisen können. Allerdings sollten die aktuellen Anforderungen vor dem Flug überprüft werden, da sich die Vorschriften ohne Vorankündigung ändern können.

Ist es sicher, nachts durch Tiflis zu gehen?

Im Allgemeinen ist das Zentrum sicher und es gibt eine ständige Polizeipräsenz. Touristische Gebiete wie die Altstadt oder die Rustaveli-Allee können problemlos bis spät in die Nacht begangen werden. Wie in jeder Hauptstadt sollte man schlecht beleuchtete und leere Straßen außerhalb des Zentrums vermeiden, besonders in Randbezirken.

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